CC-Villas
Notizen und Impressionen aus Italien
30.01.05

Obdachlosenschicksal mal anders...

Vor einiger Zeit hatte ich über einen Obdachlosen in Rom berichtet, für den über eine Radiosendung das Problem des Überwinterns schnell und menschlich gelöst worden war. Heute nun eine andere Geschichte, zunächst weniger erfreulich, aber letztlich ein weiterer Beweis der Menschlichkeit in der Riesenmetropole Rom.
Ein Obdachloser, im Italienischen „barbone“, macht sich sein Übernachtungsquartier im Eingang einer Kirche in der Innenstadt. Entweder wusste er nicht, dass dies das Stammquartier eines Kollegen war, oder er missachtete dies nach dem Motto „wer zuerst kommt…“
Sein Rivale, wutentbrannt, wartet, bis der „Eindringling“ in alle seine Habe gewickelt eingeschlafen war, um ihn dann brutal in Brand zu stecken. In all seine Kleidung, Decken und Kartons gewickelt, kann sich das Opfer nicht schnell genug selbst befreien und steht so hell in Flammen. Soweit der brutale Teil der Story.
In diesem Moment, es muss in den frühen Morgenstunden gewesen sein, kommen ein paar junge Leute mit dem Auto vorbei, sehen den Armen, halten an, versuchen das Feuer zu löschen, was ihnen schließlich mit Hilfe eines Feuerlöschers aus einem anderen vorbeikommenden Auto gelingt.
So hat das Opfer Glück im Unglück, Dank der Hilfsbereitschaft der jungen Passanten (tun wir den jungen Leuten nicht manchmal Unrecht?) in nicht ganz ungefährlicher Situation. Sie hätten ja auch einfach vorbeifahren oder „gaffen“ können.
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