27.02.05 Ente gut, alles gut?
Unser Golfclub hat sich in den letzten Jahren sehr schön weiterentwickelt, ist sehr gepflegt und – in Italien nicht immer die Regel – dank einer ausgeklügelten neuen Bewässerungsanlage auch im heißen und trockenen Sommer stets gut in Schuss. Nunmehr hat ein tierliebendes Mitglied dort an einem der Seen 6 Enten und nachfolgend 2 Schwäne etabliert und im See eine schwimmende Insel für die Tiere gebaut.
Die überwiegende Mehrheit findet diese neue Errungenschaft nett, belebend, und füttert die Tiere mit großer Hingabe. Einige wenige sind anderer Meinung, beschweren sich über die unvermeidbaren „Hinterlassenschaften“ der Tierchen auf den Fairways um den See herum – mit anderen Worten: einige meckern, vielleicht weil es nicht ihre Idee war. Vor zwei Wochen fehlte plötzlich eine der Enten. Großes Bedauern bei der Mehrheit, Frohlocken bei den Gegnern. Es wurde viel spekuliert und man einigte sich darauf, die habe wohl ein Fuchs stibitzt und das sei eben der Gang der Natur…Nur ganz vereinzelt und wohl auch nicht ganz ernst gemeint kam der Verdacht auf, sie sei in der Backröhre eines der Meckerer gelandet. Die Spekulationen wurden jedoch deutlich angeheizt, als nunmehr auch eine der Schwäne verschwand, denn der passt in keinen Backofen, und auch die härtesten Verfechter der Antibewegung würden wohl keinen Schwan verzehren, in Italien so unüblich wie sonst wo. Und so gleitet die Diskussion langsam aber sicher weg vom „Mundraub“ hin zu „krimineller Energie.“ Ein Ende ist nicht abzusehen, und jeden Morgen zählen mindestens 100 Spieler auf der Runde die Enten und den Schwan. Hoffen wir, dass das Verschwinden tatsächlich natürliche Hintergründe hat, ansonsten „schwant mir Übles“... |




