31.10.05 Rette sich wer kann
In Rom war dieser Tage die Piazza Venezia - sicher der verkehrsreichste Platz der Stadt, vergleichbar mit der Etoile in Paris – Schauplatz bester Verkehrslenkung „alla romana“.
Aus unerfindlichen Gründen war vorübergehend eine Abfahrt des Platzes gesperrt, auf dem insgesamt 7 Straßen münden, und dies in der Hauptverkehrszeit gegen 18 Uhr. Wer, wie ich, in diesem Inferno landete, hatte auch bei größter Kunstfertigkeit keine Chance, wieder aus dem Kreisel herauszukommen. Polizisten überall, deren Hauptbeschäftigung war, den Kopf zu schütteln oder wegzusehen, wer dachte, er käme an der nächsten Abzweigung irgendwie heraus, sah sich getäuscht, da inzwischen auch dort abtrassiert und gesperrt war. Mit mir drehten sicher 200 weitere Pkw und mindestens 20 Busse eine Runde nach der anderen. Die Buspassagiere hatten immer noch die Chance, irgendwo auszusteigen, wenn der Bus wieder einmal halten musste. Ich verbrachte eine geschlagene Stunde im Labyrinth. Lehre: nie mit leerem Tank unterwegs sein. Dennoch: außer den üblichen verbalen Kraftakten nahmen es alle reichlich gelassen, denn zum Abendsessen waren sie dann wohl doch alle auf dem Heimweg und auch der größte Muskelkater vom angestrengten Gestikulieren geht vorbei. Nota bene: ich habe keinen auch noch so kleinen Blechschaden als Folge dieses Events gesehen. Und zu Hause hatten sie alle etwas zu erzählen und konnten sich blumenreich über die „Zustände wie im alten Rom“ auslassen.........Ma quanto ti „odio“ mia bellissima Roma! |
