
19.04.09
Rom Geburtstag - Die Stadt feiert ihren 2762. Geburtstag!
Glaubt man den geschichtlichen Daten, so kann Rom am 21. April seinen 2762. Geburtstag feiern. Die amtierende Regierung von Rom hat entschieden, dieses Ereignis gebührend zu feiern. Aus praktischen Erwägungen wurden die meisten Events auf den heutigen Sonntag gelegt, so auch eine Parade von rund 1500 Angehörigen von Traditionsverbänden in historischen Kostümen auf der Paradestrasse Roms, der Via dei Fori Imperiali von der Piazza Venezia zum Kolosseum.
Das nett aufgemachte Programm und die Ankündigungen im Internet wiesen die Parade als zwischen 10.00 und 13.00 Uhr stattfindend aus – das ließ planerisch Luft.....Wer also gegen 10.00 Uhr seinen Platz hinter den Absperrungen eingenommen hatte konnte hoffen, es gehe gleich los. Die diversen Ordner mit wichtiger Miene gaben willig Auskunft, von welcher Seite der Festzug sich denn nähern werde, interessanterweise unterschiedlichen Ergebnisses. Man wartet. Es wird 11.00 Uhr, es wird 11.45. Da, ein erstes Signal (per Handy eingefangen): der Zug hat sich schon in Bewegung gesetzt. Das Wort „schon“ wird sofort Anlass zu witzigen bis bissigen Bemerkungen.
Gegen12.30 dann treffen die wenigen Honoratioren ein, nehmen Platz auf der Tribüne. Es ist „angerichtet“- jedenfalls für einige Reden, Danksagungen an Veranstalter und Sponsoren, kurzer geschichtlicher Abriss der auftretenden Korporationen.
Dann atemlose Stille: in mehreren hundert Meter Entfernung wird die erste Abteilung der Parade gesichtet. Fotoapparate werden in Stellung gebracht, die Kämpfe um die besten Plätze für Aufnahmen nehmen an Heftigkeit zu, die Gesichter der Ordner werden immer wichtiger und autoritätsheischender.
In diesem Moment öffnet der Himmel seine Schleusen; der Regen, den alle befürchtet hatten, begann sich heftig über dem Schauplatz zu ergießen. Ein Jammer: die vormals stolzen Gladiatoren, Tribunen, Senatoren, Kaiser und Kaisergattinnen, Vestalinnen und
Trossweiber in ihren durchaus stilvollen Aufmachungen versuchen dem Regen zu trotzen, nur die mitgeführten Gefangenen aus Gallien, Afrika und sonst wo hatten leichtes Spiel, gequält dreinzuschauen.
Aber alle hielten durch, bis auf einige, die stilecht leicht bekleidet völlig durchnässt die „Kurve kratzten“ und sich in die Seitenstrassen absetzten. Wer, wie wir Zuschauer auch, so richtig nass war, hatte volles Verständnis mit den armen Statisten.Schade, eine wirklich gute Idee, sicher lange Zeit vorbereitet, wurde durch den starken Regen leider heftig beeinträchtigt. Es bleibt zu hoffen, dass Veranstalter, Stadtväter und Sponsoren sich nicht beeindrucken lassen und diese Parade in Zukunft regelmäßig stattfinden kann. Nur so lassen sich die unterstützungswürdigen Traditionsverbände am Leben halten.
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Rom Geburtstag - Die Stadt feiert ihren 2762. Geburtstag!Glaubt man den geschichtlichen Daten, so kann Rom am 21. April seinen 2762. Geburtstag feiern. Die amtierende Regierung von Rom hat entschieden, dieses Ereignis gebührend zu feiern. Aus praktischen Erwägungen wurden die meisten Events auf den heutigen Sonntag gelegt, so auch eine Parade von rund 1500 Angehörigen von Traditionsverbänden in historischen Kostümen auf der Paradestrasse Roms, der Via dei Fori Imperiali von der Piazza Venezia zum Kolosseum.
Das nett aufgemachte Programm und die Ankündigungen im Internet wiesen die Parade als zwischen 10.00 und 13.00 Uhr stattfindend aus – das ließ planerisch Luft.....Wer also gegen 10.00 Uhr seinen Platz hinter den Absperrungen eingenommen hatte konnte hoffen, es gehe gleich los. Die diversen Ordner mit wichtiger Miene gaben willig Auskunft, von welcher Seite der Festzug sich denn nähern werde, interessanterweise unterschiedlichen Ergebnisses. Man wartet. Es wird 11.00 Uhr, es wird 11.45. Da, ein erstes Signal (per Handy eingefangen): der Zug hat sich schon in Bewegung gesetzt. Das Wort „schon“ wird sofort Anlass zu witzigen bis bissigen Bemerkungen.
Gegen12.30 dann treffen die wenigen Honoratioren ein, nehmen Platz auf der Tribüne. Es ist „angerichtet“- jedenfalls für einige Reden, Danksagungen an Veranstalter und Sponsoren, kurzer geschichtlicher Abriss der auftretenden Korporationen.Dann atemlose Stille: in mehreren hundert Meter Entfernung wird die erste Abteilung der Parade gesichtet. Fotoapparate werden in Stellung gebracht, die Kämpfe um die besten Plätze für Aufnahmen nehmen an Heftigkeit zu, die Gesichter der Ordner werden immer wichtiger und autoritätsheischender.
In diesem Moment öffnet der Himmel seine Schleusen; der Regen, den alle befürchtet hatten, begann sich heftig über dem Schauplatz zu ergießen. Ein Jammer: die vormals stolzen Gladiatoren, Tribunen, Senatoren, Kaiser und Kaisergattinnen, Vestalinnen und
Trossweiber in ihren durchaus stilvollen Aufmachungen versuchen dem Regen zu trotzen, nur die mitgeführten Gefangenen aus Gallien, Afrika und sonst wo hatten leichtes Spiel, gequält dreinzuschauen.Aber alle hielten durch, bis auf einige, die stilecht leicht bekleidet völlig durchnässt die „Kurve kratzten“ und sich in die Seitenstrassen absetzten. Wer, wie wir Zuschauer auch, so richtig nass war, hatte volles Verständnis mit den armen Statisten.Schade, eine wirklich gute Idee, sicher lange Zeit vorbereitet, wurde durch den starken Regen leider heftig beeinträchtigt. Es bleibt zu hoffen, dass Veranstalter, Stadtväter und Sponsoren sich nicht beeindrucken lassen und diese Parade in Zukunft regelmäßig stattfinden kann. Nur so lassen sich die unterstützungswürdigen Traditionsverbände am Leben halten.
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