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CC-Villas' Blog

Archiv für Kunst

Lucca, Festival Puccini, Madame Butterfly, Okamura

Open Air Oper Puccini Lago di Massaciuccoli
Open Air Oper Puccini Lago di Massaciuccoli

Torre di Lago

Lucca Festival –  Torre di Lago

“Die Ungenauigkeiten bei Puccini in seiner Oper Madame Butterfly haben mich seit meiner Kindheit gestört” – so der japanische Regisseur Okamura.

Da Puccini nie selbst in Japan war, hat er – so jedenfalls Okamura – einige Verhaltensmuster typischer japanischer Art falsch berücksichtigt. So z.B. die Frage, ob eine Japanerin auf offener Straße singen würde…………

Wie gut, dass wenigstens die Musik des Meisters nicht betroffen ist sondern nur das Libretto, und auch dieses wohl eher theoretisch.

Millionen Opernfreunde konnten, so sollte man meinen, auch mit diesen kleinen Fehlern leben.Aber wenn Herr Okamura nur so seinen lebenslangen Unmut loswerden kann………

Quelle: iltirreno.gelocal.it

 

Torre di Lago - Lago di Massasciuccoli

“The mistakes Puccini has made in his opera Madame Butterfly have been a pain in my back since my childhood” – that’s what Japanese opera director Okamura has declared.

As Puccini had never been in  Japan he has – always according to Okamura – incorporated some details which do not comply with Japanese habits and customs. So for example the fact a Japanese girl would never sing in public………………….

We should be happy the music of the great composer Puccini is not affected but just the libretto and this even in a rather theoretical way. Millions of opera friends, I tend to think,  have been able and willing to live with these “utmost important” mistakes. So if this is the only way Mr. Okamura can get rid of his lifelong hickups…..

 

Castello Proceno das kulturelle Leben

Schon seit mehreren Jahren führt die “Associazione Storico Artistico Culturale” unter ihrem Leiter Carlo Cecchini im Castello Proceno hochwertige und beliebte kulturelle Veranstaltungen durch. In diesem Jahr 2011 ist das Programm von besonderer Vielfalt, da eine ganze Reihe zusätzlicher Veranstaltungen sich  in den größeren Zusammenhang mit der Tatsache stellen, dass Italien die 150ste Wiederkehr seiner Vereinigung feiert, sowohl in nationalem Rahmen wie eben auch im Castello Proceno.

Castello Proceno
Castello Proceno

Proceno, die Burg und das Convivium

Die Bandbreite ist 2011 enorm: Von  Abenden zur Astronomie durch die SAIT (Societa Astronomica Italiana) zu Bilderausstellungen (so zB der Seneser Maler Enzo Santini), Vorträgen und Diskussionen zum Gesundheitswesen in Italien seit dem Risorgimento, Beginn eines Zyklus Historishe Studien zum Mittelalter bishin zu den bereits weithin bekannten herausragenden Musiveranstaltungen. Von klassischer Oper und Konzerten bishin zu klassischem Jazz  (u.a. Duke Ellington, Cole Porter).

Besonders interessant dürfte auch eine Vorstellung sein, die sich mit der Geschichte der Post, des Zolls und der Gastwirtschaften entlang der Strada Romana befasst, die  in weiten Teilen dem Verlauf der Via Cassia entspricht und  in unmittelbarer Nähe zum Castello die ehemalige Grenze zwischen den Territorien des Großherzugtums  Toskana und dem Papststaat überschritt – auch wenn nicht im Thema selbst enthalten: dieser Vortrag kommt sicher nicht um das berüchtigte Brigantentum herum, das diese Straße allgemein und an ihren Grenzübergängen im besonderen ebenfalls erlebte.

Alles in allem ein Aspekt, der einen Aufenthalt in Castello Proceno nur noch lohnender macht – nicht zu vergessen das alte Jagdhaus Giulione, hier haben Sie ein authentisches Anwesen für sich alleine.

Zum Veranstaltungskalender 2011 siehe Convivium

Lucca Kult Restaurant – Caffè delle Mura

Eines der einst schönsten Restaurants von Lucca wird wieder eröffnet. Jahrelang war das antike Caffè delle Mura eine verödete Baulichkeit, dann Baustelle, nunmehr gibt es klare Planungen für die Wiedereröffnung.

In der Nähe der Porta San Pietro am Hang der Stadtmauer gelegen, war es bis in die frühen 90er Jahre ein beliebtes, wenn auch reichlich in die Jahre gekommenes Restaurant und Caffe. Luccheser Clubs hielten dort ihre Meetings, besonders die ältere Bevölkerung liebte es, aber auch viele Touristen waren die Gäste.

Dann wurde das Caffè delle Mura geschlossen. Offenbar in Teilen baufällig, in jedem Falle einer grundlegenden Überholung bedürftig verschwand es über lange Jahre im Grunde aus den Augen der Einheimischen und Besucher. Die Fassade heruntergekommen, die große Terrasse zerfallen, das Ganze  geeignet bestenfalls für einen Hitchcock-Film.

Nunmehr die gute Nachricht: Die Renovierungsarbeiten sind so weit gediehen, dass man in  diesen Tagen eine Art “Vor-Eröffnung” durchführen konnte. Mit hohem Aufwand (man spricht von rund einer Million Euro) ist das historische Caffè delle Mura renoviert worden. Es wird innen und außen jeweils 100 Plätze anbieten; der große externe Teil wird mit einer im Sommer zu entfernenden Glasveranda und Gazebo versehen.

Nun gilt es noch, das geeignete Mobiliar zu finden – wer den guten Geschmack der Luccheser kennt, kann sich hier auf eine schöne Lösung freuen. Ein gleiches gilt sicher für die Auswahl eines für dieses Prestigeobjekt geeigneten Pächters.

David von Michelangelo

Wem gehört er denn nun ?

David
David

Als ob es nichts Wichtigeres gäbe, ist zwischen dem italienischen Ministerium für Kunst und der Stadt Florenz ein Streit ausgebrochen, wem die Statue des David von Michelangelo – zugegebenermaßen eine der bedeutendsten Skulpturen aller Zeiten – gehört. Es werden historische Abläufe herangezogen, zum Teil auch wirklich “an den Haaren”, Übergänge von einer Staatsform der Stadt Florenz in eine andere,  die Vereinigung Italiens im 19. Jahrhundert.

Gruppen von Anwälten kommen in Rom bzw. Florenz wie zu erwarten zu unterschiedlichen Ergebnissen. Man will sich nach der Sommerpause treffen und eine vernünftige Lösung finden…..

Und worum  geht es wirklich? Die Statue, im Original in der Galleria dell’Accademia zu sehen (auf der Piazza della Signoria steht bekanntermaßen eine Kopie), bringt im Jahr allein eine Summe von 8 Millionen Euro an Eintrittsgeldern. Das “läppert sich” zu schönen Summen.

Darüber hinaus könnte es sich im Verborgenen aber auch um den Versuch handeln, einen  Präzedenzfall zu konstruieren, unter dessen Ergebnis dem David eine riesige Zahl weiterer Kulturgüter folgen könnte. Und dann ginge es nicht mehr um 8 Millionen sondern um Summen in ganz anderen Dimensionen. So gesehen hat aus meiner Sicht auch eine gütliche kompromisshafte Lösung zwischen den Parteien (angesichts der Interessen und der unterschiedlichen politischen Zuordnung der Kontrahenten: hier Florenz , dort italienische Regierung) ihre gefährlichen  Untiefen und man müsste sich in Florenz und anderen Kunstzentren warm anziehen……